Volksbund neu (2)

Fachdidaktische Tagung des Volksbundes im Februar/März 2022

Für Februar/März 2022 plant der Volksbund eine Fachdidaktische Tagung in

Hannover, Leibnizhaus, 17./18.2.2022
Oldenburg, 2.3.2022
Lüneburg, 17.3.2022

Dies ist der Ausschreibungstext:

„Geschichte(n) von Held*innen, Täter*innen und Opfern im Umfeld des 2. Weltkriegs – Wertungswandel und Rezeptionsgeschichte

Wie können Biografien im Geschichts- und Politikunterricht zur besseren Vermittlung von curricularen Inhalten und zur Werteorientierung von Schüler:innen eingesetzt werden?

Der Geschichts- und Politikunterricht ist eng mit der Frage verbunden, wie Personen in welchem Kontext gehandelt haben und wie dies eingeordnet werden kann. Die Beantwortung ist nicht immer leicht, da sowohl die Quellenlage, als auch die historischen und gegenwärtigen Begebenheiten einem ständigen Wandel unterlegen sind.

Es ist verlockend, beim Handeln von Menschen in Extremsituationen, zu denen auch Krieg und Gewaltherrschaft gehören, plakative Zuschreibungen zu nutzen. „Held:innen“, „Täter:innen“, „Opfer“ – diese Begriffe sind alltagstauglich, bilden aber in aller Regel nicht die Bandbreite menschlichen Handeln in allen Schattierungen ab. Besonders aus deutscher Sicht fällt es schwer, solche absoluten Einordnungen für die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs zu nutzen.

Ebenso wichtig wie die Betrachtung konkreten Handelns ist der Blick auf die langfristige Wirkungsgeschichte. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie sich Täter und Opfer begegnen können und wie Prozesse des Verschweigens, Vergessens oder der Versöhnung ablaufen können. Die Auseinandersetzung mit historischen Biografien ermöglicht somit nicht nur einen Einblick in die deutsche Geschichte, sie beleuchtet auch die deutsche Erinnerungskultur mit ihren ambivalenten Definitionen von „Held:innen“, „Täter:innen“ und „Opfern“ nach 1945.“

Alle Informationen zur TAgung und ihrer Organisation finden Sie hier: https://niedersachsen.volksbund.de/aktuell/projekte/artikel/8.